Lebensbericht von "Ehemaligen" Abhängigen
Bericht Dimitrie Gorbatschov
(Jetzt Hausleiter in Snamenka)
Guten Tag. Ich heiße Dimitrie. Ich bin 31 Jahre alt und bin ein glücklicher Mensch, der Freude und Befriedigung im Leben erhält. Aber, das war nicht immer so. Dreizehn Jahre meines Lebens war ich abhängig von Drogen und Alkohol. Ich wuchs in einer normalen sowjetischen Familie auf. Der Vater arbeitete als Angestellter bei der Armee und unsere Mutter als Erzieherin im Kindergarten. Auch wenn es mir an nichts mangelte, fühlte ich mich immer von der Straßenromantik angezogen. Eine stabile Gesellschaft gefiel mir nicht. So gefiel es mir besonders an den Orten, wo man sich amüsierte, Alkohol trank und rauchte. In diesem Umfeld bemühte ich mich erwachsen zu werden.
Mit vierzehn Jahren begann ich mich zu betrinken und zu rauchen. Mit sechzehn Jahren spritzte ich mich das erste Mal. Ich versuchte vom Leben alles zu haben, was möglich ist und das sofort. Ich begann leichtes Geld zu verdienen- illegal - ich bemühte mich, nichts im Leben zu verpassen. Mit achtzehn Jahren wurde ich zur Armee einberufen, was mir mir eine kleine Unterbrechung gab. Nach der Armee begann ich in einem Kasino zu arbeiten. Das dort verdiente Geld führte mich zurück zu den Drogen. So nach und nach änderte sich mein Leben wieder, die Dosierung der Drogen wuchs ins Alptraumhafte, das Geld reichte nicht, die Klauerei begann. Mehrfach versuchte ich die Drogen aufzugeben, aber alles drehte sich im Kreis- ganz egal welche Narkotika ich nahm. Dazu kam, dass ich mehr und mehr Alkohol trank, ich betrank mich nahezu jeden Abend und war oft dem Tode nahe. Dann begann ich meine Sehkraft zu verlieren. Ich wurde ein Invalide der zweiten Gruppe. Meine Sehkraft verringerte sich bis auf zehn Prozent. Ich konnte nicht mehr lesen und schreiben, aber auch das hielt mich nicht auf, Drogen und Alkohol zu mir zu nehmen.
Eines Tages traf ich einen alten Bekannten, mit dem ich früher an der Nadel hing. Sein Blick war klar und die Augen sahen nicht verschleiert aus. Trotz meiner schwachen Augen erkannte ich ihn. Er erzählte mir, dass er in einem christlichen Rehazentrum war und dass sich sein Leben total geändert hatte. Ich sah eine Hoffnung. So begann ich eine Therapie im Zentrum Schatrovo. Dort öffnete ich mein Herz für Jesus. Mein Leben begann sich zu verändern. Wegen der schlechten Sehkraft konnte ich die Bibel nicht lesen. Keine Brille half mir. Ein junger Kamerad las mir das Evangelium laut vor. Auch von meinen Lehrern erfuhr ich vieles. Gott arbeitete in meinem Herzen, die Mitpatienten beteten für mich. Und ich selbst betete und betete zu Gott und bat um Heilung meines Augenlichts, damit ich die Bibel selbst lesen konnte. Und Gott wartete nicht lange. Ich bemerkte bald, wie sich meine Sehkraft besserte. Ich nahm die Bibel mit großen Buchstaben und begann etwas zu lesen und bald wurde meine Sehkraft soweit wiederhergestellt, dass ich keine Probleme mehr beim Lesen hatte.
Nach Abschluss meiner Therapie blieb ich im Zentrum Schatrovo und durfte mithelfen. Erst als Helfer, nach und nach wuchs meine Verantwortung und schließlich war ich selbst ein Leiter.
Nun bin ich seit kurzem Leiter des Therapiezentrums "Snamenka". Jetzt hat mein Leben eine sichere Grundlage und ein wunderbares Ziel. (Okt. 2008)
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Guten Tag! Ich heiße Swetlana und bin 30 Jahre alt, davon habe ich 9 Jahre Drogen konsumiert. Alles hat bereits in der Schule mit Zigaretten und Alkohol begonnen und dem einfachen Wunsch, das Leben von allen Seiten auszuprobieren. In den höheren Klassen habe ich dann Marihuana und Opium probiert. Später kam dann noch Heroin dazu. Mein Leben wurde ein Alptraum. Es gab Probleme mit den Eltern, der Polizei. Ich war ganz krank darüber, dass ich nichts ändern konnte, obwohl ich es so sehr wollte; denn ich wusste, dass ich ein gewaltiges Problem habe. ... Mir halfen keine Menschen, Ärzte, Krankenhäuser. Und selbst eine Therapie in einem Therapiezentrum half nur vorübergehend. Eine bestimmte Zeit danach konnte ich ohne Drogen leben; stattdessen Männer, Alkohol, Diskotheken. Es war also nur ein Aufschub. In dieser Zeit infizierte ich mich mit dem AIDS-Virus. Allmählich kehrte alles ich zu den Drogen zurück, nur dieses Mal noch mehr und stärker.
Zum wiederholten Mal lag ich im narkologischen Krankenhaus. Dort erzählte mir ein Patient vom Rehabilitationszentrum Schatrowo. Ich beschloss, es auszuprobieren.
Jetzt lebe ich schon zwei Jahre in Freiheit. Ich arbeite in diesem Zentrum Schatrovo, helfe anderen Menschen, von den Drogen los zu kommen. Meine Gesundheit ist z.Z. nicht gerade in bester Verfassung. Ich verzweifle aber nicht. Ich habe Pläne in Zukunft in der Stadt zu arbeiten. Das wird vor allem eine Arbeit sein mit an Aids infizierten Menschen sein. Anderen zu helfen, bereitet mir Freude und gibt mir ein Lebensgefühl.
Danke, Gott, für dieses Zentrum. Und den Menschen, die es eröffnet haben, und allen, die dieses Zentrum unterstützen.
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Ich
heiße Ruslan, bin 29 Jahre, wurde in Kaliningrad geboren
und lebte die ganze Zeit dort. 11 Jahre war ich opium-abhängig; in dieser Zeit
war ich zweimal im Freiheitsentzug. Ich habe mit meiner Gesundheit Raubbau
getrieben und alle Verbindungen zu meinen Verwandten und engen Freunden total
zerstört. Ich befand mich in einem Teufelskreis, aus dem ich keinen Ausweg mehr
fand. Je öfter ich versuchte, dem zu entkommen, um so mehr überhäuften mich die
Probleme. Meine Persönlichkeit wurde praktisch vollkommen reduziert, ich lebte
nicht, sondern vegetierte nur noch dahin. Die Eltern wollten keine Verbindung
mehr zu mir, es war ihnen den Verwandten und Bekannten gegenüber peinlich, dass
ich ihr Sohn bin. Vor diesem Hintergrund wurden sie schwer krank. Der Vater kam
ins Krankenhaus und verlor seine Arbeit. Die Mutter hatte eine schwere
Operation, war nicht mehr voll arbeitsfähig und lebte nur noch von
Medikamenten. Ich meinerseits habe aus der Wohnung alle Dinge entwendet, die
irgendeinen Wert hatten. Die Familie war total zerstört, Überdosierungen wurden
häufiger, ich verlor total das Gefühl, dass ich AIDS-gefährdet bin. Wieder
hatte ich Probleme mit der Polizei. Die Gesundheit war praktisch futsch. Ich
bekam chronische Hepatitis C und einen chronischen Leberschaden, die Drogen
taten ihre Wirkung, langsam aber unaufhaltsam wurde die Leber zerstört.
Und genau in dieser Zeit, als ich schon an
der Grenze war, kam mir eine Visitenkarte über ein Zentrum in die Hände, von
dem es hieß, dass es durchaus real ist, ohne medizinisches Eingreifen von
jeglichen Abhängigkeiten frei zu werden. Ich beschloß, es auszuprobieren, ich
hatte ja keine andere Wahl mehr; denn ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon
viele Möglichkeiten, von dieser Abhängigkeit wegzukommen, ausprobiert. Als ich
dort angekommen war, kam es mir schon merkwürdig vor zu sehen, dass keinerlei
medizinische Hilfe vorhanden war, sondern dass alle Hilfe, die ich bekommen
kann, nur von Gott kommt, den ich nicht kannte und nicht gesehen habe. Ich
hatte nichts zu verlieren, weil alles schon verloren war. Ich beschloß es zu
probieren und Gott und den Menschen zu glauben, die mich dort umgaben. Ich
hörte auf, mich auf meine Kräfte und meinen Verstand zu verlassen. Mein Leben
und das Leben meiner Verwandten begann sich zu ändern!
Nach einem Monat begann ich, mich wunderbar
zu fühlen, die Leber erholte sich, die eiternden Wunden verheilten. Nach 1,5
Monaten hatte sich mein Vater nach der Operation wieder erholt, begann wieder
zu arbeiten, die Beziehungen zu den Eltern wurden wieder geknüpft. Nach 3 Monaten hatten die Eltern die Kosten, die
für die Operation des Vaters angefallen waren, abgezahlt.
Nachdem ich von den Drogen befreit war,
wurde mir klar, dass das nur mit Gottes Hilfe geschehen konnte, der genau so
wirklich ist, wie alles andere, das uns umgibt. Mir wurde auch klar, dass ich
nur, wenn ich Gott und den Menschen um mich herum diene, Gott für seine Liebe
und Gnade danken kann. Was Gott getan hat, ist um vieles mehr.
Nach Abschluss der Rehabilitation bin ich im
Zentrum geblieben. Dann hat Gott mir ins Herz gelegt, in Kiew eine Bibelschule zu besuchen. Dort hat er auch seine Wunder getan. Dank
seiner Gnade habe ich als ehemaliger Drogensüchtiger – in den Augen vieler eine
nichtswürdige Person – die Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen. Gott hat
mein Dortsein ermöglicht.
Vor kurzem war ich zur Blutuntersuchung, die
ergab, dass ich nicht AIDS-infiziert bin, dass die chronische Hepatitis C, die
die Ärzte 1997 festgestellt haben, nicht mehr festgestellt wurde. Die Leber hat
sich praktisch erholt. Gott zeigt immer wieder, dass für ihn nichts unmöglich
ist!
Jetzt befasse ich mich mit Sozialarbeit in der Stadt. Wir gehen in Schulen. Wir versuchen, die junge Generation zur Vernunft zu bringen, dass sie nicht dieselben Fehler machen, die viele gemacht haben und dafür jetzt schwer bezahlen müssen. Wir wollen auch ein Rehabilitationszentrum für solche drogenabhängigen Menschen eröffnen, wie ich einer war, und für ihre Verwandten, die auch Hilfe und Unterstützung brauchen. Wenn ich meine Mission erledigt habe, werde ich nach Hause zurückkehren! In Liebe an alle Ruslan
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Guten
Tag, ich heiße Piotr und bin 25 Jahre alt. Davon befand ich mich 6 Jahre
in Drogenabhängigkeit. Jetzt lebe ich schon mehr als 5 Jahre ein vollwertiges
Leben ohne Drogen und möchte Ihnen anvertrauen, was mit mir während der
Abhängigkeit geschehen ist und wie alles begonnen hat.
Ich wurde in Kemerowo / Sibirien geboren und wuchs dort in einer Familie ohne Vater bei der Mutter und mit einem älteren Bruder auf. Ungeachtet dessen bekam ich genügend Wärme und Zuwendung. Seit meiner Kindheit befasste ich mich mit Tanzen, Schwimmen, spielte Klavier - und alles nicht gerade schlecht. Innerlich spürte ich jedoch eine Leere. Meine Mutter musste viel arbeiten, um mich und meinen Bruder ernähren zu können. Sie war oft sehr stark beschäftigt.
Alles begann, als ich in der 3. Klasse war. Da habe ich die erste Zigarette probiert. Als ich die Bekanntschaft mit Straßenkindern gemacht hatte, begann ich die Schule zu schwänzen und Klebstoff zu schnüffeln (Toxikomanie). Den Sport und die Musik habe ich aufgegeben, aber das ließ sich durch nichts kompensieren. Mit 12 Jahren begann ich „Gras“ zu rauchen, mit 13 Jahren habe ich das erste Mal gespritzt. So begann der Alptraum in meinem Leben, der 6 lange Jahre dauerte. Die ersten zwei Jahre wusste meine Mutter nichts davon, ich habe es sorgsam verheimlicht. Doch mit der Zeit merkte meine Mutter, was mit mir los war, dass etwas anders war. Und eines Tages forderte sie mich auf, ihr meine Venen zu zeigen, nachdem sie Spuren von Einstichen an meinen Händen gesehen hatte. Sie war entsetzt. Ehrlich gesagt, ich hätte sie am liebsten angespuckt. Ich hatte nur noch eins im Sinn: Drogen. Und das gab ich um nichts in der Welt auf.
Mit 14 Jahren hatte ich meine erste Vorstrafe mit Bewährung. Danach kamen noch zwei Vorstrafen und ich kam in Untersuchungshaft. Nicht einmal das Gefängnis konnte mich bremsen und ändern. Ich klaute weiter – zu Hause, auf der Straße, sogar bei Bekannten und Verwandten. Deshalb haben sich die Verwandten von unserer Familie abgekehrt, sie kamen nicht mehr zu Besuch. Häufig zu Gast bei uns war stattdessen die Polizei. Meine Mutter wurde eine alte Frau, war sehr oft krank. Das Schlimmste war: mein Bruder wurde auch drogensüchtig. Wir machten jetzt alles gemeinsam. Wir versuchten in verschiedenen Kliniken eine Behandlung, probierten verschiedene Behandlungsmethoden aus, jedoch alles ohne Erfolg. Es schien so, als sei nichts mehr zu machen und jede Hoffnung vergeblich.
Dann erfuhr meine Mutter eines Tages, dass man sich in einer Kirche mit dem Problem der Drogensucht befasst. Sie lernte Menschen kennen, die ihr erzählten, dass es in ihren Familien genauso verlaufen war, wie bei ihr, und dass es eine Änderung gegeben hat. Meine Mutter erfuhr auch, dass es bei der Kirche ein Rehabilitationszentrum für Drogensüchtige gibt. Sie trieb uns an, dorthin zu fahren.
Genau zu diesem Zeitpunkt wurde mein ebenfalls abhängiger Bruder schwer krank (Krebs), die Nieren versagten, sein Organismus konnte keine Flüssigkeit mehr ausscheiden. Als gesunder Mensch wog er 70 kg, durch die Krankheit wurde er ein mit Flüssigkeit vollgepumpter Mensch, der 120 kg wog. Er konnte seine Augen nur mit Mühe öffnen, die Beine schwollen auf das Dreifache an. Alle Ärzte, die ihn sahen, sagten nur eins: „Er lebt keine zwei Monate mehr.“ Das wurde noch tragischer, als meine Mutter anfing, für seine Beerdigung Geld zusammen zu suchen.
Ich fuhr als Erster ins Rehabilitationszentrum. Dort fand ich endlich zu mir und betete zu Gott: „Wenn es dich gibt, dann hilf meinem Bruder. Und wenn das geschieht, stelle ich mein Leben in den Dienst für dich.“ Das war ein Schrei der Verzweiflung. Und der Herr zögerte nicht, auf mein Gebet zu antworten. Mein Bruder begann sich zu erholen. Zur Verwunderung der Ärzte wurde er wieder ganz gesund und fuhr auch ins Rehabilitationszentrum. Nach der Rückkehr aus dem Zentrum begann er als Bauarbeiter. Jetzt hat er seine eigene Firma für den Bau und die Sanierung von Gebäuden. Vor zwei Jahren hat er geheiratet, bald kam ein kleiner Junge. Er und seine Frau leiten eine Jugendgruppe, propagieren eine gesunde Lebensweise.
Ich bin Gott und allen Menschen dankbar, die mir geholfen haben. Durch das Rehabilitationszentrum ist in mir das Verständnis und der Wunsch gereift, Menschen, die dem Tod geweiht sind, zu helfen, Menschen, die keinen Ausweg aus ihrer Abhängigkeit bzw. den Verhältnissen sehen, in denen sie leben.
Vor 3 Jahren bin ich mit einem Team nach Kaliningrad gefahren, um das Rehabilitationszentrum zu eröffnen und die Arbeit zu organisieren. Heute gibt es ein Zentrum, in dem etwa 15 Personen zur Rehabilitation sind. Die Möglichkeiten der Erweiterung wachsen in geometrischer Progression. Ich studiere auch an der Universität (Fernstudium), Wirtschaftsfakultät. Ich hoffe, dass das Wissen, das ich dort erwerbe, uns hilft, noch schneller und qualitativer den Menschen zu helfen. Ich widme mich dem Dienst an Menschen. Ich bedaure es nicht. Denn wenn man die veränderten Leben, die geheilten Seelen sieht, braucht man keine weitere Belohnung, denn das ist der schönste Lohn auf dieser Welt.
Jesus Christus, der allen Bedürftigen seine Hände reicht, hat mein Leben und das Leben meiner Familie verändert. Er ist bereit, auch dir zu helfen und dein Leben zu ändern. Vielleicht zeigt dir mein Lebensbild noch mehr von IHM als meine Worte.
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Guten Tag!
Ich heiße Julia Swarowskaja, ich bin 30 Jahre alt. In früher Jugend mit 15 Jahren begann ich, Drogen zu konsumieren, Zigaretten, Klebstoff zu schnüffeln, Marihuana zu rauchen. Dann kamen schwere Drogen in mein Leben: Heroin, Opium.
Ich war ein normales Kind, einfach. Als ich erwachsen wurde, wollte ich alles ausprobieren. Und ich probierte, das zog sich über einige Jahre hin. Im Ergebnis des Drogenkonsums verlor ich alles Gute, das ich im Leben hatte: Gesundheit, Beziehungen zu den Eltern, zu meinem Sohn (sie entzogen mir das Sorgerecht). Mit einem Wort: Mein Leben war zerstört, es hatte keinen Sinn mehr. Das dauerte mehr als 10 Jahre.
Eines Tages ist eine junge Frau, als sie auf der Straße an mir vorbei ging, stehen geblieben, kam auf mich zu und gab mir eine Visitenkarte vom Rehabilitationszentrum. So kam ich zu einer Versammlung für Drogenabhängige, für solche, die von den Drogen loskommen möchten. Danach nahmen sie mich ins Rehabilitationszentrum Schatrowo auf. Sie nahmen mich kostenlos auf, da ich nicht zahlen konnte. Meine Verwandten haben sich von mir abgekehrt. Sie haben jede Hoffnung aufgegeben. Jetzt weiß ich, wann der Mensch einen Punkt macht, Gott macht ein Komma. Und ich bin ihm dankbar dafür, dass ich meinem Leben so viele Wunder geschehen sind.
Jetzt bin ich frei von Drogen, Alkohol- und Nikotinabhängigkeit. Ich lebe in Freiheit, schon ein Jahr und vier Monate. Nach dem erfolgreichen Abschluß der Rehabilitation war ich noch einige Monate Helferin in dem Leitungsteam in Schatrowo. Jetzt lebe ich schon zwei Wochen in der Stadt. Ich habe in einem Fleischkombinat Arbeit gefunden. Ich helfe auch meinen Betreuern: dem Pfarrer in der Kirche, Anna bei der Arbeit im Fond. Ich erledige verschiedene kleine Aufträge. Mein Leben ist wiederhergestellt, ebenso das Verhältnis zu meinen Nächsten. Ich habe wieder Umgang mit den Verwandten, mit meinem Sohn, der jetzt neun Jahre alt ist. Ihm war so lange meine Liebe entzogen. Ich bemühe mich jetzt, das nachzuholen.
Ich träume davon, unserer Gesellschaft von Nutzen zu sein, mit Menschen zu arbeiten, die Probleme haben und abhängig sind. Dann träume ich vom Lernen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich danke Gott, den Leitern des Rehabilitationszentrums und den guten Menschen aus Deutschland, die die Kosten für meine Therapie übernommen hatten Ich kenne ihre Namen und bete für sie. Danke für die hingebungsvollen Herzen und für die monatlichen Gelder für meine Therapiekosten im Rehazentrum Schatrovo, die mir bei meinen Bemühungen von der furchtbaren Abhängigkeit weg zukommen, geholfen haben.( Anmerkung: eine Dame aus Berlin).
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Guten Tag! Ich bin Alexander, bin 27 Jahre alt. Im Jahr 1999 habe ich Drogen wie Opium und Heroin ausprobiert. Marihuana hatte ich schon viel früher eingenommen. Dabei hat alles in meinen Leben gar nicht so schlecht angefangen. Ich habe gut gelernt und habe die Schule mit guten Noten abgeschlossen. Im Jahr 1987 habe ich mit Leistungsport angefangen. Meine Eltern waren beide Alkoholiker.1999 ist mein Vater daran gestorben. Und ich habe versucht durch Drogen meinen Problemen und Sorgen zu entfliehen. So kam es dazu, dass Raub zu meiner Arbeit wurde und Drogen zu meinem Leben. Danach kamen die Probleme mit dem Gesetz, ich musste ins Gefängnis wegen Drogen, dann wegen Raub. Nach 1,5 Jahren im Gefängnis, fiel ich wieder in die Klauen der Drogen. So kam es dazu, dass ich das Auto von meinem Vater verkaufte, alles was man im Haus hatte, zwei Garagen und so weiter. Das ganze Geld ging an die Drogen. Ich wusste, dass es kein Leben ist, und ich wollte sterben. Ich habe schon keine Genugtuung von den Drogen bekommen, aber konnte auch ohne nicht leben. Ich habe sie genommen um die Entzugserscheinungen nicht zu haben und einfach von der Realität weg zu sein, dass ich nichts und ein Niemand bin. Als ich wieder mal unterwegs war um Drogen zu kaufen, hat mir der Fahrer des Wagens erzählt, dass es ein Rehazentrum für Drogenabhängige gibt. Danach gab es noch ein Mädel, das mir davon berichtete. Nach ihren Erzählungen würden die Menschen dort kaum oder gar nicht die Entzugserscheinungen haben. Sie kamen schnell auf die Beine und das ist sehr wichtig für jeden Drogenabhängigen. Dann habe ich gehört, dass mein Cousin, der früher auch abhängig war, in so einem Zentrum arbeitet. So habe ich mich entschlossen hin zu fahren und auszuprobieren. Wollte eigentlich nicht für lange hin, doch dort angekommen, begriff ich sehr schnell, dass ich sehr gerne möchte, dass Gott mein ganzes Leben verändert! Ich wollte den ganzen Kurs durchgehen! So hat Gott mich berufen!
Zur Zeit bin ich auf einer Bibelschule in Kiew. Ich habe einen Gott, der mich bewahrt, habe Träume. Ich möchte die Arbeit Gottes in Kaliningrad tun, und überall, wo Gott mich hinschickt. Möchte gerne eine Familie gründen, habe eine Verlobte! Wir wollen zusammen Gott dienen, um die Liebe Gottes in jedes Herz zu pflanzen! Und das ist der Sinn meines Lebens! ( Dez. 2007)
Anmerkung: Im Sommer 08 heiratete Alexander Anna, seit März 2009 haben sie einen Sohn. Er lebt mit seiner Familie in Kaliningrad, arbeitet dort und in seiner Freizeit leitet er eine Jugendgruppe
